Timeline – Geschichte
@ Susanne & Stefan Droste
Freienohl blickt auf eine lange und lebendige Geschichte zurück. Von den ersten urkundlichen Erwähnungen über die Entwicklung zum bedeutenden Ortsteil bis hin zum heutigen lebendigen Dorfleben – viele Ereignisse, Menschen und Ideen haben Freienohl geprägt. Unsere Timeline lädt dazu ein, die wichtigsten Stationen der Ortsgeschichte zu entdecken und zu sehen, wie sich Freienohl über die Jahre entwickelt hat.
Frühzeit und Antike
ca. 600 v. Chr.
Auf dem Berg Küppel entsteht eine Wallanlage („Schiedlike Borg“). Sie dient vermutlich als Fliehburg für die Bevölkerung der Umgebung.
Mittelalter
9.–11. Jahrhundert
um 800
Das Gebiet gehört zu einer frühmittelalterlichen Gaugrafschaft. Kirchliche Zentren sind u. a.
- Calle
- Hellefeld
1042
Erste urkundliche Erwähnung von Calle, dem damaligen Kirchort der Region.
13. Jahrhundert
1272
Erste urkundliche Erwähnung von Freienohl als „Freiheit“.
Der Begriff „Freiheit“ bezeichnet einen Ort mit besonderen Rechten, ähnlich einer kleinen Stadt.
1289
Der erste bekannte Pfarrer von Freienohl wird erwähnt: Godefried.
14. Jahrhundert
1364 / 1366
Graf Gottfried IV. von Arnsberg bestätigt Freienohl seine Freiheitsrechte nach dem Lippstädter Recht.
1368
Die Grafschaft Arnsberg wird an das Erzbistum Köln verkauft.
Freienohl gehört nun zum kurkölnischen Sauerland.
1375
Freienohl wird eigenständige Pfarrei.
15.–16. Jahrhundert
um 1500
Freienohl entwickelt sich zu einem regionalen Handelsort.
1536
Der Ort besitzt etwa 45 Häuser.
1563
Erneute Erwähnung der Hauszahl – weiterhin etwa 45 Gebäude.
16. Jahrhundert
Eine Beginengemeinschaft existiert im Ort.
17. Jahrhundert
Dreißigjähriger Krieg
1618–1648 – Thirty Years‘ War
Der Krieg bringt:
- Plünderungen
- Truppendurchzüge
- Hunger und Krankheiten
Viele Orte im Sauerland leiden stark unter den Kriegsfolgen.
18. Jahrhundert
1700–1800
Der Ort bleibt landwirtschaftlich geprägt.
Wichtige wirtschaftliche Tätigkeiten:
kleine Handwerksbetriebe
Landwirtschaft
Viehzucht
Holzwirtschaft
19. Jahrhundert – große Veränderungen
Politische Veränderungen
1802–1803
Ende der kurkölnischen Herrschaft.
1816
Freienohl kommt zum Königreich Preußen.
Ausbau der Infrastruktur
1882
Typhus-Epidemie im Sauerland.
1886
Erweiterung der St.-Nikolaus-Kirche.
1887
Bau eines Wasserhochbehälters zur besseren Versorgung.
1888
Gründung des Turnvereins.
1890
Bau einer neuen Schule und einer Schützenhalle.
Eisenbahnanschluss
1893
Anschluss an die Ruhrtalbahn
Bau des Bahnhofs Freienohl
Großbrand im Ort
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr
20. Jahrhundert
Frühes 20. Jahrhundert
1902
Bau der Küppelkapelle.
1903
Gründung der Amtssparkasse Freienohl.
Zwischenkriegszeit
1931
Eröffnung einer Badeanstalt an der Ruhr.
1932
Bau des ersten Küppelturms als Aussichtsturm.
1938
Sportvereine schließen sich zum TuRa Freienohl zusammen.
Zweiter Weltkrieg
1939–1945 – World War II
Viele Einwohner werden zum Militär eingezogen.
Der Ort nimmt später Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten auf.
Nachkriegszeit
1950er Jahre
Ausbau von Wohngebieten
wirtschaftlicher Aufschwung
1964–1966
Bau eines Lehrschwimmbeckens.
Kommunale Neuordnung
1975
Durch die kommunale Gebietsreform wird Freienohl ein Stadtteil von Meschede.
21. Jahrhundert
2007
Wiedereröffnung des Hallenbades durch eine Bürgerinitiative.
2022
Neubau des Küppelturms auf dem Küppel
750-jähriges Ortsjubiläum
Freienohl heute
Heute ist Freienohl:
- der größte Ortsteil von Meschede
- ein Wohn- und Industriestandort im oberen Ruhrtal
- ein Ort mit starkem Vereinsleben
Die Lage zwischen dem Fluss Ruhr und dem Arnsberger Wald prägt weiterhin das Ortsbild.
